Dunkelstern's Blog

Archive for December, 2009

Warum Copyrights global gesehen Mist sind

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Dec

31

Ich hoffe Sascha Lobo nimmt es mir jetzt nicht übel wenn ich sein "Video" mal hotlinke :)

 

So das musste mal gesagt werden!

Written by dunkelstern

December 31st, 2009 at 7:14 pm

Posted in Meine Nerven!

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Liebe im Internet

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Dec

31

Angeblich nutzen heutzutage ja schon 6,3 bis 6,7 Millionen Deutsche das Internet zur Partnersuche (siehe dieser Wikipedia Artikel, jaja ich weiß Wikipedia weiß nicht alles, aber dieses mal isses sogar mit ner Emnid Umfrage belegt) und das ist nur auf die speziellen Singlebörsen bezogen. Ich glaube die "Dunkelziffer" derer Leute die sich in einem Chat kennenlernen ist noch wesentlich höher.

Eigentlich eignen sich ja alle "Social Networks" zum Flirten in irgendeiner Weise. Das geht mit Twitter genauso gut wie auf StudiVZ/Facebook wie auf den Singlebörsen. Der einzige Vorteil der Singlebörsen scheint auf den ersten Blick klar: Die Leute wollen wirklich jemanden kennenlernen.

Singlebörsen… nur Singles? Wirklich?

Anscheinend eben nicht. Viele alte Profile existieren noch von "vor der Zweisamkeit", viele der Leute auf Singlebörsen löschen oder updaten ihr Profil nämlich nicht wenn sie eigentlich schon jemand haben. Die Anbieter nutzen das natürlich in gewisser Weise auch aus ("2 Millionen angemeldete Singles") und haben daher wohl auch nix dagegen.

Vorteile? Nachteile?

Hm das ist schwer zu sagen… Auf den Singlebörsen findet man natürlich sehr einfach Leute die "zu einem passen", weil dort die Profile eben auf Flirten ausgelegt sind. Bei Twitter z.B. ist es wohl eher schwer innerhalb von kurzer Zeit viel über die Leute zu erfahren mit denen man schreibt. Allerdings muss ich sagen, dass eine formlose Kommunikation wie sie auf den meisten Social Networks wohl stattfindet ein natürlicheres Kennenlernen ist. In der Öffentlichkeit rennt ja auch keiner mit nem Zettel am Rücken rum wo draufsteht was der/diejenige mag.

Ein großer Nachteil der Singlebörsen sind natürlich die Kosten. Die meisten kosten pro Monat zwischen 5 und 45 Euro damit man andere Leute anschreiben kann. Umgucken geht also kostenlos, jedoch werden dann die Möglichkeiten doch stark eingeschränkt. Das soll wohl so ne Art Lockvogelangebot sein. Suchen und anklicken gerne, anschreiben is aber nicht. Auf der einen Seite schützt man sich als Anbieter so natürlich vor Missbrauch der Singlebörse und irgendwie will man ja schließlich Geld damit verdienen, auf der anderen Seite wird man für ziemlich viele Leute damit natürlich unattraktiv.

Problem: Wenn man gar nicht flirten will :)

Nicht immer will man mit den Leuten die man anschreibt auf einem Social Network auch direkt flirten. Vielleicht will man einfach nur neue Leute kennenlernen oder man war in irgendeinerweise vom Profil oder Avatarbild des Gegenübers beeindruckt. Viele Leute (vor allem die Mädels natürlich) fassen das oftmals falsch auf. Heutzutage jemandem ein Kompliment machen ohne gleich das "ach der will mich doch nur angraben" im Hinterkopf scheint schon ein richtiges Minenfeld zu sein. Wenn ihr ein niedliches Avatarbild auf Twitter stellt müsst ihr auch mit Komplimenten rechnen Mädels :) Wozu macht ihr das sonst oder?

Noch schlimmer ist es übrigens mit Youtube Videos die eigentlich keinen weiteren Zweck erfüllen außer niedlich zu sein:

Hallo @r0_x übrigens :)

Und selbst wenn…

Und selbst wenn man angeflirtet wird… Kann doch auch Spaß machen oder? Finde ich zumindest. Man kann den Spaß ja ne weile mitmachen und wenn's einem zuviel wird immer noch nein sagen. Im Vergleich zum Real Life ™ hat man im Internet ja noch viel mehr möglichkeiten Den/Diejenige notfalls "wegzublocken"…

Und ja, ich bin Single und ich flirte gerne im Internet, doch ob da jemals was richtiges draus wird bezweifel ich leider stark. In the internet nobody knows you're a dog you know… Außerdem macht das Internet die Welt so klein, 100 km ohne Auto sind halt doch ne ganze Strecke aber im Internet eben nur 100 Millisekunden weit weg.

Bloggen über ein Blog

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Dec

27

Ich denke mittlerweile ist mein Blog soweit gediehen, dass ich es eigentlich auch gleich als OpenSource raushauen kann. Warum auch nicht, vielleicht kann ja jemand davon profitieren.

Get it while it's hot :)

Ich veröffentlich das Ding jetzt einfach mal mit einem sehr einfachen Style ohne besonderes Theme oder so. Ein Automatischer Setup Assistent ist schon dabei, eigentlich muss man es nur runterladen und entpacken.

http://projects.dunkelstern.de/blog/dunkelstern_blog-1.0.1.tar.gz

Setup

Systemvorraussetzungen
  • Apache Webserver
  • URL Rewriting muss eingeschaltet sein
  • PHP 5.2+
  • Datenbank (SQLite reicht auch).

Momentan unterstützt das Dunkelstern Blog SQLite, MySQL und PostgreSQL über das PHP-PDO Objekt.

Um das Blog zu installieren müssen die Dateien lediglich auf einen Webserver hochgeladen werden (die .htaccess nicht vergessen!) und mit einem Browser das Verzeichnis angesurft werden. Der Setup Assistent sollte sich nun automatisch Öffnen.

Will man das Blog einfach mal kurz antesten, so muss lediglich ein Passwort für den ersten User eingetragen werden und auf "Erstellen" geklickt werden. Danach sollte sich das Blog dann mit dem ersten Eintrag zeigen. In diesem Eintrag ist auch ein Link zum Admin Interface eingebunden, diesen sollte man sich entweder merken oder als Lesezeichen im Browser abspeichern.

Funktionen

  • Standardkonformer Atom Feed
  • Komplett webbasiertes Admin Interface
  • Automatischer Setup Assistent
  • Komplett mittels CSS und Template Dateien veränderbares Theme
  • XML-RPC Interface welches ermöglicht das Blog mit einem Standalone Blogging client zu verwenden
  • WYSIWYG Editor im Webinterface
  • Mehrere Autoren Accounts moeglich (siehe Roadmap)
  • Erstellen von Blogeintraegen mit Datum in der Zukunft, diese erscheinen ab dem eingestellten Datum im Feed und auf der Webseite
  • Erstellen von Entwürfen die nicht Veröffentlicht werden
  • Moderierbare Kommentare
  • Captcha Einbindung zur Verhinderung von Spam
  • Taggen von Beiträgen moeglich
  • Suche nach Tags und Autoren für den Benutzer und Leser möglich
  • Automatisches Kürzen von Beiträgen für die Frontpage ("Weiterlesen…" Link)
  • Baumstruktur des Blog Archivs anzeigbar
  • Kommentare, Reaktionen und Trackbacks via Disqus

XML-RPC Zugriff

Es wurden verschiedene Blogging clients getestet (am besten funktioniert immer noch der Windows Live Writer, aber auch Marsedit und Blogo auf dem Mac wurden ausgiebig getestet.)

Einstellungen für den Blogging Client:
XML-RPC Zugangspunkt: http://pfad.zum/blog/xmlrpc
Blog Serverssoftware: WordPress 2+
Benutzername: Angelegter Benutzer
Passwort: Angelegtes Passwort
Blog URL: http://pfad.zum/blog/

Anpassen

Das Aussehen des Blogs kann total an die Seite in die es Integriert werden soll angepasst werden. Die nötigen Dateien dazu findet man in ./templates/

Beim parsen der Templates werden alle Tokens die mit %-Zeichen umschlossen sind durch entsprechende Werte ersetzt. Umschliesst man ein Wort mit zwei Hash-Zeichen (#) so sucht die Engine nach einer Datei mit diesem Namen im Template Ordner und bindet diese anstatt dem Token ein. Wenn die Datei eine PHP Datei ist so wird sie ganz normal ausgeführt.

Möchte man die Templates Sprachabhängig gestalten so sind die entsprechenden Dateien aus dem Template Ordner in den entsprechende Unterorder der jeweiligen Sprache zu verschieben.

Die Anpassung des Captcha Mechanismus ist sehr einfach über die Datei captcha.php möglich.

Was noch fehlt…

  • Benutzerverwaltung im Webinterface
  • Einfache Statistik
  • Google LaTeX API einbinden
  • Trackback Links und Pingback Interface
  • Trackbacks Senden
  • Spamfilter ohne Captcha (akismet o.ae.)
  • Twitter Authentifizierung
  • Twitter Kommentare einbinden

Kontakt

Für Bugreports und Anregungen schreibt mir einfach eine E-Mail oder Kontaktiert mich auf Jabber oder Skype.

Twitter: @dunkelstern

E-Mail: jschriewer@gmail.com

Jabber: dunkelstern@jabber.org

Skype:  dunkelstern738

http://blog.dunkelstern.de

Fernseher? – Ich geh lieber ins Kino…

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Dec

27

KinoBild von lumierefl auf Flickr (cc-by-nc-sa)

Nein, das ist eigentlich nicht das über was ich heute schreiben wollte. Mir geht es nicht direkt um den Fernseher oder das Kino an sich, sondern mehr um die Eignung eines Fernsehers Filme darzustellen.

Also hier mal was technisches, aber dürfte für viele Leute interessant sein, da man sich mit Sicherheit schon mal gefragt hat warum ein Bildschirm das Format hat, das er hat.

Meine gedankliche Anregung für diesen Blog Eintrag in diesem Fall war ein Artikel auf Computerbase. Dort wird ein neuer Fernseher vorgestellt, an sich nix aufregendes, aber das besondere an diesem Ding ist das Format. 21:9… Klingt komisch, und ist außerdem (fast) total daneben. Warum nur fast? Das möchte ich hier nu mal genauer erläutern.

Fast daneben?

21:9, oder auch unter dem Namen 2,39:1 (wobei das eigentlich Falsch ist, richtig währe 2,33:1) oder Panavision bekannt, ist ein Kinoformat. Kinoformate sind ja bekanntlich an den häßlichen schwarzen Balken in Filmen schuld. Die kennt wohl jeder der mal einen Fernseher gesehen hat.

Aber warum sind unsere Filmformate denn so unterschiedlich? Kino so breit und Fernseher so schmal?

Physikalische Gegebenheiten: Was sieht das Menschliche Auge eigentlich ?

Nicht viel! Das meiste was wir als “sehen” bezeichnen findet im Gehirn statt, nicht im Auge. Das Gehirn merkt sich was es bereits gesehen hat und wie es aussah, so muss es über das Auge nicht jedes Bild voll auswerten, sondern nur den Teil der sich verändert hat.

Die Optik eines Säugetier Auges (zu der auch die menschliche Version davon zählt) ist eigentlich relativ schlecht. So sehen wir eigentlich nur einen sehr geringen Teil des gesamten Sichtfeldes scharf. Man benötigt jedoch auch gar nicht alles im Sichtfeld scharf, das Auge lässt sich schließlich bewegen und unser Gehirn bzw. die Leitung vom Auge zum Gehirn währe auch gar nicht Leistungsfähig genug um diese Datenmenge zu verarbeiten. Hinzu kommt noch, dass unser sehen ja auf chemischen Prozessen basiert die ebenfalls nicht unendlich schnell sind.

Ok unsere Augen sind schlecht… Aber wie schlecht?

Wirklich scharf sehen können wir nur einen sehr kleinen Bereich, der etwa einen Blickwinkel von 1° horizontal und 2° vertikal abdeckt. Etwas unschärfer und vor allem sehr viel Farbärmer wird es im Bereich um die 10°. Der für Filme und Fernsehen interessante Bereich liegt bei etwa 30°, in diesem Bereich werden hauptsächlich Bewegungen wahrgenommen, jedoch ist auch eben dieser Bereich besonders Lichtempfindlich und somit auch “schneller” als der Rest des Auges. Man sieht zwar nur Unscharf, dafür kann man aber viel höhere Frequenzen wahrnehmen. Unser gesamtes Sichtfeld ohne die Augen zu Bewegen liegt ungefähr bei 160-180° horizontal und 100-130° vertikal. Dies sind jedoch nur Anhaltspunkte.

Hierzu sei auf Jedenfall der Artikel “Das Sehen” von Useye empfohlen, außerdem kann ich noch die beiden Wikipedia Artikel “Peripheres Sehen” und “Fovea Centralis” empfehlen, auch wenn der letztere recht kurz ist.

Daher kommt also 16:10

Geht man also von den schlechtesten Werten des Gesamtsichtfeldes aus landet man bei 16:10 was den heute üblichen Computermonitoren entspricht. Doch halt! Man füllt nie sein komplettes Sichtfeld mit einem Bildgerät aus, man sitzt einfach nicht nah genug davor. Außerdem ist ein komplettes Füllen des Sichtbereiches nicht empfehlenswert, da nur ein 2 dimensionales Bild vorhanden ist, unsere Augen jedoch auf 3D sehen ausgerichtet sind. Das Gehirn würde versuchen “den Blick schweifen zu lassen”, d.h. auf andere Bereiche im Bild scharfstellen zu wollen was aber unmöglich ist, da der Kameramann/Fotograf diese Entscheidung schon viel früher getroffen hat und die 3. Dimension im Bild nicht mehr vorhanden ist.

Cyberbrillen

Bild von Moritzvd auf Flickr (cc-by-nc-sa)

Genau aus dem Grund haben sich diese Futuristischen Cyberbrillen mit den 2 Monitoren direkt vor den Augen auch immer noch nicht durchgesetzt. Das Bild erscheint einem zwar riesig, aber da meistens nur ein 2D Bild vorhanden ist und nicht 2 minimal unterschiedliche wie sie unsere Augen produzieren (die haben ja einen bestimmten Abstand) versucht das Gehirn zu kompensieren und man bekommt Kopfschmerzen oder es wird einem Übel. Daran kann man sich zwar gewöhnen (der Mensch gewöhnt sich allgemein an viel :P ) aber wer will das schon.

Die neuere Version der Cyberbrillen verwendet ein Prisma um das Bild für den Betrachter so aussehen zu lassen als sehe er einen riesigen Fernseher, aber das bringt einen auch nicht weiter wenn man ein Sichtfeldfüllendes Bild erreichen möchte.

3D Sehen

Trotzdem gibt es auch bei 2 richtig aufgenommenen versetzten Bildern immernoch das Problem, dass das Auge selbst den Fokus nicht beeinflussen kann, da auch bei einer Videobrille wieder die 3. Dimension fehlt.

Diesen Effekt trifft man heute auch in den 3D Kinos an. Besonders dann wenn man einen Realfilm sieht der nicht nur für 3D Filme gedreht worden ist. In 2D Filmen benutzt man die Schärfentiefe um dem Bild Plastizität zu verleihen, d.h. man gibt dem Zuschauer einen weiteren optischen Hinweis was in der Szene gerade interessant ist und was im Hintergrund verschwinden soll. An diese Darstellung haben wir uns mittlerweile so gewöhnt, dass sie uns meistens gar nicht mehr auffällt, sie fällt immer nur dann auf, wenn sie plötzlich fehlt. Dann empfindet man den Film irgendwie als “billig” gemacht.

Bei 3D Kino hingegen ist die Schärfentiefe jedoch nicht förderlich, vor allem dann nicht wenn ein Objekt aus der Leinwand in unsere Richtung ragt. Dieses würde im traditionellen 2D Film unscharf dargestellt werden, im 3D Film nimmt man mit einer solchen Darstellung jedoch dem Zuschauer die Möglichkeit das Objekt das ihm am nächsten ist genauer zu betrachten. Das verwirrt das Gehirn und führt bei vielen Menschen zu Kopfschmerzen (vor allem bei Menschen die selten 3D Ansichten auf Bildschirmen begegnen wie sie z.B. in Computerspielen vorkommen). Sehr gut zu sehen ist das z.B. im Film Avatar wenn der Hauptdarsteller sein Videolog führt und die Kamera die ihn Aufzeichnet als unscharfer Blob vor seinem Gesicht schwebt.

Aus genau diesem Grund bin ich übrigens der Meinung, dass in einem “Mixed Mode” Film, der nicht 3D only gedreht worden ist niemals Objekte aus der Leinwand herausragen dürfen, da diese im Allgemeinen im 2D Film immer unscharf währen. Die Leinwand sollte also als “Bühne” Betrachtet werden und sich nur vom Zuschauer weg in die Ferne dreidimensional verhalten.Aber ich schweife ab :)

Also wenn das Bildformat schon nicht am Sichtfeld des Menschen liegt, woran dann?

Historische Entwicklung des Bildformates

Die ersten Filmaufnahmen waren Standbilder, Photos um 1825, doch diese wurden noch auf Fotoplatten aufgenommen und diese eigneten sich nicht zuletzt weil es schwere Platten waren auch wegen der fehlenden Lichtempfindlichkeit nicht für Film. Diese Fotoplatten waren auch noch nicht “genormt”, jeder stellte sie selbst her.

Für die Nachfolgenden Informationen möchte ich auf den sehr guten deutschen Wikipedia Artikel (ja hier ist der Deutsche Artikel wirklich besser als der Englische!) zur Fotografie verweisen…

Bewegte Bilder

Der erste für Film geeignete Rollenfilm war von Kodak und kam um 1880 heraus. Dieser Film war 70mm breit und wurde um Material zu sparen in der Mitte halbiert um die ersten Filme zu drehen. Diese Filme waren jedoch nicht durchsichtig und konnten daher nicht Projeziert werden. 1889 wurde dann das Papier als Grundlage des Films durch Nitrozellulose (Celluloid) ersetzt und hier beginnt auch die Geschichte der Bildformate.

Chaos

Bild von Roadsidepictures auf Flickr (cc-by-nc-sa)

Nun beginnt also das Chaos um die Standards und Nicht-Standards. Der erste Kodak Rollenfilm war also 70mm breit, doch um Geld zu sparen weil man ja viel Filmmaterial braucht machte man also 35mm Streifen daraus. Diese Streifen eigneten sich jedoch nicht ohne weiteres zum Filme drehen, da sie in der Kamera nur schwer Transportiert werden konnten, daher fügte man am Rand eine Perforation hinzu was die Bildgröße auf 24 mal 18 mm verkleinerte. Dies ist das allseits bekannte 4:3 Format der ersten Fernseher und bis vor kurzem auch das Format der meisten PC Monitore.

Als dann schließlich noch Ton zum Film hinzukam, der ja auch irgendwo hin musste war das Chaos dann perfekt. Da der Stummfilm schon sehr verbreitet war und die Leute irritiert wurden durch ein schmaleres Bild (am Bildrand musste ja noch die Tonspur mit dran) verkleinerte man das Bild auch in der Höhe und machte damit den Abstand der Bilder zueinander größer indem man einfach schwarze Balken oberhalb und unterhalb des Bildes einführte. Da das Bildformat jedoch gleich blieb konnte der Vorführer also einfach ein wenig hineinzoomen. (Eine andere Variante war das Anamorphe aufnehmen, doch dazu bei der DVD später mehr)

Dieses 1:1,33 Format schimpft sich übrigens auch “Academy Ratio” und wird auch als “4 Perf Pulldown” bezeichnet da man exakt 4 Perforationslöcher weiter gehen musste um das nächste Bild zu bekommen.

Fernsehen

Die allerersten Fernseher (also damit meine ich die Prototypen) von 1927 (16 Bilder pro Minute!) hatten einen Bildschirm mit dem Seitenverhältnis 5:4. Doch als klar wurde, dass damit Filme übertragen werden können wechselte man auf das Gebräuchlichere 4:3 Format.

Computer

Da die ersten Computer die für den Hausgebrauch gebaut wurden an normale Fernseher angeschlossen wurden, hatten die ersten speziellen Monitore natürlich das gleiche Format. Also waren die Monitore erstmal 4:3. Zwischendurch gab es dann mal den Ausrutscher mit den 19 Zoll TFT Monitoren mit einer Auflösung von 1280×1024 also einem Seitenverhältnis von 5:4, warum dieses Format genau gewählt wurde konnte ich nicht in Erfahrung bringen

DVD und was ist eigentlich Anamorph?

… jedoch verleitet mich die maximale Auflösung die auf einer DVD gespeichert werden kann zu der Annahme, dass diese Monitore wohl gleichzeitig mit der DVD erstmals auf den Markt kamen.

Doch Moment: DVDs sind doch eigentlich Kinoformate, wieso dann dieses merkwürdige Format? Das ist eigentlich wiederrum ganz einfach. DVD Videos können Anamorph gespeichert werden (das gabs auch bei den ersten Tonfilmen schon, wegen der Tonspur die Platz auf den 35mm brauchte, ihr erinnert euch an grad eben oder?), das bedeutet, dass die einzelnen Bildpunkte im Video nicht Quadratisch sondern Rechteckig sind. Die Punkte sind also ein wenig breiter als sie hoch sind. Macht man das in der Horizontalen, so fällt der Informationsverlust nicht weiter auf, da die meisten Kameraschwenks sowieso horizontal ausgeführt werden. Eine reale Pixelgröße einer DVD von 720×576 (5:4) wird also bei der Wiedergabe auf eine reale Größe von 1024×576 (16:9) aufgeblasen. Das ist an sich keine schlechte Idee, da dann die Schwarzen Balken nicht im Videostrom kodiert werden müssen (Harte Kanten verbrauchen viel Bandbreite und damit würde das Bild leiden da die Bandbreite nicht unendlich ist). Die Auflösung 720×576 kommt übrigens vom PAL Fernsehstandard (im Gegensatz zu NTSC welches 720×480 Pixel benutzt, einfach diesem Link folgen, aber Vorsicht: nur die ganz Harten kommen in den Garten). In der Realität werden von den 720 Pixeln Breite jedoch nur ca. 704 angezeigt da der Kathodenstrahl in Röhrenmonitoren eine gewisse Zeit benötigt um an den Anfang der nächsten Zeile zu wandern (Vertikale Austastlücke). Somit wären wir also wieder bei 4:3. (Puh!)

Und warum wollen jetzt alle 16:9?

Bild von Mark Warren (cc-by-sa)

Legt man alle vorhandenen Formate übereinander und schneidet das Größtmögliche Stück bei dem sich alle Überlappen raus landet man… Ihr werdet schon wissen… Ja genau bei 16:9 :) Daher wollen nun alle 16:9 wie Apple mit ihren 27 Zoll iMacs ja sehr Eindrucksvoll vormacht. Nein das soll jetzt keine Apple Werbung werden aber das ist einfach ein zu schönes Beispiel.

Zu guter Letzt

Und das Kino?

Joa das ist so ne gaaaanz eigene Sache… Die machen ja eh was sie wollen aber im Kino hat man sowieso so riesige Leinwände, dass es gar nicht auffällt wenn man mal an der Seite ein paar Meter abschneidet wenn ein Film in einem anderen Format gedreht wurde. Übliche Seitenverhältnisse sind da z.B. 2.00:1 (RED Kameras), 2.39:1 (Anamorphes Format auf 35mm Film), 2.59:1 (Cinerama, wird erreicht indem 3 Kameras mit 35mm Film nebeneinander dargestellt werden), 2.87:2 (IMAX, wobei hierbei ein 65mm breiter Filmstreifen horizontal (!) an der Linse vorbeigezogen wird, d.h. ein Bild ist 65×48.5mm groß!)

Und das sagt mir jetzt was genau?

Um das Chaos perfekt zu machen sehe man sich einfach die folgende Liste an (und evtl. noch diese hier) :)

Twitter Stöckchen

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Dec

23

Habe mir gerade ein Stöckchen eingefangen (hm… klingt ja fast als wär's ansteckend) und hab mir gedacht schreibste mal was dazu. Das Stöckchen stammt von @gillyberlin und zwar aus seinem Blog.

  1. Wie ist dein Twittername?

    @dunkelstern
     

  2. Hast du einen weiteren Twitter Account oder twitterst du bei einem Gemeinschafts-Account mit?

    Habe noch einen weiteren @twuddel, aber der ist gerade inaktiv, hier soll mal der offizielle Account meines Multiplatform Twitter clients hin. Da ich aber gerade Probleme mit OAuth habe wird das wohl noch dauern.
     

  3. Wie viele Follower hast du und wie vielen Leuten followst du?

    Ich folge 214 leuten und 192 folgen mir. Aber ich muss da mal wieder ausmisten, vor allem diese Gewinnspieldinger fliegen demnächst mal raus.
     

  4. Wie viel Zeit verbringst du  täglich schätzungsweise mit twittern?

    Hm gute Frage, das läuft so nebenher, ich denk 1-2 Stunden werdens wohl sein.
     

  5. Benutzt du am PC/Mac ein Programm zum Twittern oder benutzt du die Website von Twitter?

    Kommt ganz drauf an unter welchem Betriebssystem ich grad bin. Windows benutz ich Destroytwitter oder Seesmic, auf dem Mac eigentlich Nambu aber die sollten endlich mal ein Bugfix release machen, daher bin ich im Moment bei Echofon hängen geblieben. Unter Linux Benutz ich die Website und seit neuestem Chromed Bird (Google Chrome Extension). Auf meinem Handy hab ich bis jetzt Twibble benutzt aber die wollen jetzt Kohle für "Zusatzfeatures" wie "Zurückscrollen in der Timeline". Kennt jemand nen guten Handy Java Client?
     

  6. Twitterst du unterwegs?

    Wenn ich wieder ein Programm finde… Die Mobile Twitter Seite ist mist.
     
  7. Wenn ja, welchen Client verwendest du auf deinem Handy/Smartphone?

    Siehe oben: Bis jetzt Twibble
     
  8. Unter welchen Bedingungen followst du einem neuen Follower zurück?

    Ich lese 1-2 Seiten Timeline… wenn nur ReTweets oder @replies drin sind machts nicht viel Sinn, ansonsten wenn ich die Tweets interessant finde folge ich gerne. Meine Spamtoleranz ist jedoch sehr gering… (das gilt nicht für Gewinnspiele, da mach ich ja auch oft genug mit). Und was mich tierisch nervt sind Sachen wie #bsf oder #dsdst oder sonstige "Unterschichten Fernsehen" Klamotten.
     
  9. Wie findest du die neue Retweet-Funktion von Twitter?

    Ich denk die wurde wieder ausgebaut? Auf dem Webinterface fehlt sie zumindest und wenn ich einen RT versuche kommt immer ne 404. Aber ich fand sie nicht schlecht.
     
  10. Benutzt du das Listen-Feature von Twitter?

    Irgendwie muss man ja die Übersicht behalten, zumal viele Leute nicht überall die gleichen Nicks verwenden.

  11. Was hältst du von Werbung durch andere User im Twitterstream (z.B. Magpie)?

    Wie gesagt spamtoleranz ist bei mir recht gering… Im Zweifelsfall wird ungefollowed (was für ein Wort)
     
  12. Gibt es eine Funktion die du bei Twitter vermisst?

    Ja: Leute für sich umbenennen. Wie gesagt man kann nicht immer alle Nicks zweifelsfrei zuordnen
     
  13. Kannst/magst du einen bestimmten Twitterer empfehlen?

    Ich kann jedem nur @chrismarquardt und @bnsonic empfehlen, die beiden machen den Happy Shooting Podcast und sind allgemein sehr lustig drauf :)
     
  14. Hast du noch eine persönliche Anmerkung zu Twitter?

    Das IRC des Web 2.0, idlen erwünscht :P

 

Ich lasse das Stöckchen mal hier liegen, soll es sich nehmen wer will.