Dunkelstern's Blog

Archive for the ‘Kino’ tag

Filmstöckchen

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Mar

08

Heute habe ich mir ein Filmstöckchen von Gilly via Twitter eingefangen. Es geht darum mal anzugeben welche der Finanziell erfolgreichsten Filme man denn so gesehen hat. Da ich Filmfan bin wollen wir doch mal sehen was mir noch fehlt :P

Die Filmliste

Ich mach mal alles grün was ich gesehen hab und rot was ich nicht kenne :)

  1. Avatar – Aufbruch nach Pandora, 2009, James Cameron
  2. Titanic, 1997, James Cameron
  3. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs, 2003, Peter Jackson
  4. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2, 2006, Gore Verbinski
  5. The Dark Knight, 2008, Christopher Nolan
  6. Harry Potter und der Stein der Weisen, 2001, Chris Columbus
  7. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt, 2007, Gore Verbinski
  8. Harry Potter und der Orden des Phönix, 2007, David Yates
  9. Harry Potter und der Halbblutprinz, 2009, David Yates
  10. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme, 2002, Peter Jackson
  11. Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung, 1999, George Lucas
  12. Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück, 2004, Andrew Adamson, Kelly Asbury, Conrad Vernon
  13. Jurassic Park, 1993, Steven Spielberg
  14. Harry Potter und der Feuerkelch, 2005, Mike Newell
  15. Spider-Man 3, 2007, Sam Raimi
  16. Ice Age 3, 2009, Carlos Saldanha, Mike Thurmeier
  17. Harry Potter und die Kammer des Schreckens, 2002, Chris Columbus
  18. Der Herr der Ringe – Die Gefährten, 2001, Peter Jackson
  19. Findet Nemo, 2003, Andrew Stanton
  20. Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith, 2005, George Lucas
  21. Transformers – Die Rache, 2009, Michael Bay
  22. Spider-Man, 2002, Sam Raimi
  23. Independence Day, 1996, Roland Emmerich
  24. Shrek der Dritte, 2007, Chris Miller
  25. Krieg der Sterne, 1977, George Lucas
  26. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, 2004, Alfonso Cuaron
  27. E.T. – Der Außerirdische, 1982, Steven Spielberg
  28. Der König der Löwen, 1994, Roger Allers, Rob Minkoff
  29. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, 2008, Steven Spielberg
  30. Spider-Man 2, 2004, Sam Raimi
  31. 2012, 2009, Roland Emmerich
  32. The Da Vinci Code – Sakrileg, 2006, Ron Howard
  33. Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia, 2005, Andrew Adamson
  34. Matrix Reloaded, 2003, Andy & Larry Wachowski
  35. Oben, 2009, Pete Docter, Bob Peterson
  36. Transformers, 2007, Michael Bay
  37. New Moon – Biss zur Mittagsstunde, 2009, Chris Weitz
  38. Forrest Gump, 1994, Robert Zemeckis
  39. The Sixth Sense, 1999, M. Night Shyamalan
  40. Fluch der Karibik, 2003, Gore Verbinski
  41. Ice Age 2, 2006, Carlos Saldanha
  42. Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger, 2002, George Lucas
  43. Kung Fu Panda, 2008, Mark Osborne, John Stevenson
  44. Die Unglaublichen, 2004, Brad Bird
  45. Hancock, 2008, Peter Berg
  46. Ratatouille, 2007, Brad Bird
  47. Vergessene Welt – Jurassic Park, 1997, Steven Spielberg
  48. Die Passion Christi, 2004, Mel Gibson
  49. Mamma Mia!, 2008, Phyllida Lloyd
  50. Madagascar 2, 2008, Eric Darnell, Tom McGrath
  51. 007 – Casino Royale, 2006, Martin Campbell
  52. Krieg der Welten, 2005, Steven Spielberg
  53. Men in Black, 1997, Barry Sonnenfeld
  54. 007 – Ein Quantum Trost, 2008, Marc Forster
  55. I Am Legend, 2007, Francis Lawrence
  56. Iron Man, 2008, Jon Favreau
  57. Nachts im Museum, 2006, Shawn Levy
  58. Mission: Impossible 2, 2000, John Woo
  59. Armageddon, 1998, Michael Bay
  60. King Kong, 2005, Peter Jackson
  61. The Day After Tomorrow, 2004, Roland Emmerich
  62. Das Imperium schlägt zurück, 1980, Irvin Kershner
  63. Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf, 2008, Andrew Stanton
  64. Kevin – Allein zu Haus, 1990, Chris Columbus
  65. Madagascar, 2005, Eric Darnell, Tom McGrath
  66. Die Monster AG, 2001, Pete Docter
  67. Die Simpsons, 2007, David Silverman
  68. Terminator 2 – Tag der Abrechnung, 1991, James Cameron
  69. Ghost – Nachricht von Sam, 1990, Jerry Zucker
  70. Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich, 2004, Jay Roach
  71. Aladdin, 1992, John Musker, Ron Clements
  72. Troja, 2004, Wolfgang Petersen
  73. Twister, 1996, Jan De Bont
  74. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, 1989, Steven Spielberg
  75. Illuminati, 2009, Ron Howard
  76. Toy Story 2, 1999, John Lasseter
  77. Bruce Allmächtig, 2003, Tom Shadyac
  78. Shrek – Der tollkühne Held, 2001, Andrew Adamson, Vicky Jenson
  79. Der Soldat James Ryan, 1998, Steven Spielberg
  80. Mr. & Mrs. Smith, 2005, Doug Liman
  81. Die Rückkehr der Jedi-Ritter, 1983, Richard Marquand
  82. Charlie und die Schokoladenfabrik, 2005, Tim Burton
  83. Gladiator, 2000, Ridley Scott
  84. Der weiße Hai, 1975, Steven Spielberg
  85. Hangover, 2009, Todd Phillips
  86. Mission: Impossible, 1996, Brian De Palma
  87. Pretty Woman, 1990, Garry Marshall
  88. Cars, 2006, John Lasseter
  89. Matrix, 1999, Andy & Larry Wachowski
  90. X-Men – Der letzte Widerstand, 2006, Brett Ratner
  91. Das Vermächtnis des geheimen Buches, 2007, Jon Turteltaub
  92. Last Samurai, 2003, Edward Zwick
  93. Tarzan, 1999, Kevin Lima, Chris Buck
  94. 300, 2007, Zack Snyder
  95. Ocean’s Eleven, 2001, Steven Soderbergh
  96. Pearl Harbor, 2001, Michael Bay
  97. Men in Black II, 2002, Barry Sonnenfeld
  98. Sherlock Holmes, 2009, Guy Ritchie
  99. Das Bourne Ultimatum, 2007, Paul Greengrass
  100. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen, 1993, Chris Columbus

Hm irgendwie muss ich wohl mal nen James Bond abend machen :)

Und wen es interessiert wie ich diese Filme denn so bewerten würde den schick ich einfach mal auf mein Criticker Profil weiter.

Wer mag denn das Stöckchen haben? Eine Person mit Stöckchenmontag kenn ich ja, nämlich die Moonica, ansonsten lass ich es hier mal liegen, nehme sich wer will :)

Fernseher? – Ich geh lieber ins Kino…

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Dec

27

KinoBild von lumierefl auf Flickr (cc-by-nc-sa)

Nein, das ist eigentlich nicht das über was ich heute schreiben wollte. Mir geht es nicht direkt um den Fernseher oder das Kino an sich, sondern mehr um die Eignung eines Fernsehers Filme darzustellen.

Also hier mal was technisches, aber dürfte für viele Leute interessant sein, da man sich mit Sicherheit schon mal gefragt hat warum ein Bildschirm das Format hat, das er hat.

Meine gedankliche Anregung für diesen Blog Eintrag in diesem Fall war ein Artikel auf Computerbase. Dort wird ein neuer Fernseher vorgestellt, an sich nix aufregendes, aber das besondere an diesem Ding ist das Format. 21:9… Klingt komisch, und ist außerdem (fast) total daneben. Warum nur fast? Das möchte ich hier nu mal genauer erläutern.

Fast daneben?

21:9, oder auch unter dem Namen 2,39:1 (wobei das eigentlich Falsch ist, richtig währe 2,33:1) oder Panavision bekannt, ist ein Kinoformat. Kinoformate sind ja bekanntlich an den häßlichen schwarzen Balken in Filmen schuld. Die kennt wohl jeder der mal einen Fernseher gesehen hat.

Aber warum sind unsere Filmformate denn so unterschiedlich? Kino so breit und Fernseher so schmal?

Physikalische Gegebenheiten: Was sieht das Menschliche Auge eigentlich ?

Nicht viel! Das meiste was wir als “sehen” bezeichnen findet im Gehirn statt, nicht im Auge. Das Gehirn merkt sich was es bereits gesehen hat und wie es aussah, so muss es über das Auge nicht jedes Bild voll auswerten, sondern nur den Teil der sich verändert hat.

Die Optik eines Säugetier Auges (zu der auch die menschliche Version davon zählt) ist eigentlich relativ schlecht. So sehen wir eigentlich nur einen sehr geringen Teil des gesamten Sichtfeldes scharf. Man benötigt jedoch auch gar nicht alles im Sichtfeld scharf, das Auge lässt sich schließlich bewegen und unser Gehirn bzw. die Leitung vom Auge zum Gehirn währe auch gar nicht Leistungsfähig genug um diese Datenmenge zu verarbeiten. Hinzu kommt noch, dass unser sehen ja auf chemischen Prozessen basiert die ebenfalls nicht unendlich schnell sind.

Ok unsere Augen sind schlecht… Aber wie schlecht?

Wirklich scharf sehen können wir nur einen sehr kleinen Bereich, der etwa einen Blickwinkel von 1° horizontal und 2° vertikal abdeckt. Etwas unschärfer und vor allem sehr viel Farbärmer wird es im Bereich um die 10°. Der für Filme und Fernsehen interessante Bereich liegt bei etwa 30°, in diesem Bereich werden hauptsächlich Bewegungen wahrgenommen, jedoch ist auch eben dieser Bereich besonders Lichtempfindlich und somit auch “schneller” als der Rest des Auges. Man sieht zwar nur Unscharf, dafür kann man aber viel höhere Frequenzen wahrnehmen. Unser gesamtes Sichtfeld ohne die Augen zu Bewegen liegt ungefähr bei 160-180° horizontal und 100-130° vertikal. Dies sind jedoch nur Anhaltspunkte.

Hierzu sei auf Jedenfall der Artikel “Das Sehen” von Useye empfohlen, außerdem kann ich noch die beiden Wikipedia Artikel “Peripheres Sehen” und “Fovea Centralis” empfehlen, auch wenn der letztere recht kurz ist.

Daher kommt also 16:10

Geht man also von den schlechtesten Werten des Gesamtsichtfeldes aus landet man bei 16:10 was den heute üblichen Computermonitoren entspricht. Doch halt! Man füllt nie sein komplettes Sichtfeld mit einem Bildgerät aus, man sitzt einfach nicht nah genug davor. Außerdem ist ein komplettes Füllen des Sichtbereiches nicht empfehlenswert, da nur ein 2 dimensionales Bild vorhanden ist, unsere Augen jedoch auf 3D sehen ausgerichtet sind. Das Gehirn würde versuchen “den Blick schweifen zu lassen”, d.h. auf andere Bereiche im Bild scharfstellen zu wollen was aber unmöglich ist, da der Kameramann/Fotograf diese Entscheidung schon viel früher getroffen hat und die 3. Dimension im Bild nicht mehr vorhanden ist.

Cyberbrillen

Bild von Moritzvd auf Flickr (cc-by-nc-sa)

Genau aus dem Grund haben sich diese Futuristischen Cyberbrillen mit den 2 Monitoren direkt vor den Augen auch immer noch nicht durchgesetzt. Das Bild erscheint einem zwar riesig, aber da meistens nur ein 2D Bild vorhanden ist und nicht 2 minimal unterschiedliche wie sie unsere Augen produzieren (die haben ja einen bestimmten Abstand) versucht das Gehirn zu kompensieren und man bekommt Kopfschmerzen oder es wird einem Übel. Daran kann man sich zwar gewöhnen (der Mensch gewöhnt sich allgemein an viel :P ) aber wer will das schon.

Die neuere Version der Cyberbrillen verwendet ein Prisma um das Bild für den Betrachter so aussehen zu lassen als sehe er einen riesigen Fernseher, aber das bringt einen auch nicht weiter wenn man ein Sichtfeldfüllendes Bild erreichen möchte.

3D Sehen

Trotzdem gibt es auch bei 2 richtig aufgenommenen versetzten Bildern immernoch das Problem, dass das Auge selbst den Fokus nicht beeinflussen kann, da auch bei einer Videobrille wieder die 3. Dimension fehlt.

Diesen Effekt trifft man heute auch in den 3D Kinos an. Besonders dann wenn man einen Realfilm sieht der nicht nur für 3D Filme gedreht worden ist. In 2D Filmen benutzt man die Schärfentiefe um dem Bild Plastizität zu verleihen, d.h. man gibt dem Zuschauer einen weiteren optischen Hinweis was in der Szene gerade interessant ist und was im Hintergrund verschwinden soll. An diese Darstellung haben wir uns mittlerweile so gewöhnt, dass sie uns meistens gar nicht mehr auffällt, sie fällt immer nur dann auf, wenn sie plötzlich fehlt. Dann empfindet man den Film irgendwie als “billig” gemacht.

Bei 3D Kino hingegen ist die Schärfentiefe jedoch nicht förderlich, vor allem dann nicht wenn ein Objekt aus der Leinwand in unsere Richtung ragt. Dieses würde im traditionellen 2D Film unscharf dargestellt werden, im 3D Film nimmt man mit einer solchen Darstellung jedoch dem Zuschauer die Möglichkeit das Objekt das ihm am nächsten ist genauer zu betrachten. Das verwirrt das Gehirn und führt bei vielen Menschen zu Kopfschmerzen (vor allem bei Menschen die selten 3D Ansichten auf Bildschirmen begegnen wie sie z.B. in Computerspielen vorkommen). Sehr gut zu sehen ist das z.B. im Film Avatar wenn der Hauptdarsteller sein Videolog führt und die Kamera die ihn Aufzeichnet als unscharfer Blob vor seinem Gesicht schwebt.

Aus genau diesem Grund bin ich übrigens der Meinung, dass in einem “Mixed Mode” Film, der nicht 3D only gedreht worden ist niemals Objekte aus der Leinwand herausragen dürfen, da diese im Allgemeinen im 2D Film immer unscharf währen. Die Leinwand sollte also als “Bühne” Betrachtet werden und sich nur vom Zuschauer weg in die Ferne dreidimensional verhalten.Aber ich schweife ab :)

Also wenn das Bildformat schon nicht am Sichtfeld des Menschen liegt, woran dann?

Historische Entwicklung des Bildformates

Die ersten Filmaufnahmen waren Standbilder, Photos um 1825, doch diese wurden noch auf Fotoplatten aufgenommen und diese eigneten sich nicht zuletzt weil es schwere Platten waren auch wegen der fehlenden Lichtempfindlichkeit nicht für Film. Diese Fotoplatten waren auch noch nicht “genormt”, jeder stellte sie selbst her.

Für die Nachfolgenden Informationen möchte ich auf den sehr guten deutschen Wikipedia Artikel (ja hier ist der Deutsche Artikel wirklich besser als der Englische!) zur Fotografie verweisen…

Bewegte Bilder

Der erste für Film geeignete Rollenfilm war von Kodak und kam um 1880 heraus. Dieser Film war 70mm breit und wurde um Material zu sparen in der Mitte halbiert um die ersten Filme zu drehen. Diese Filme waren jedoch nicht durchsichtig und konnten daher nicht Projeziert werden. 1889 wurde dann das Papier als Grundlage des Films durch Nitrozellulose (Celluloid) ersetzt und hier beginnt auch die Geschichte der Bildformate.

Chaos

Bild von Roadsidepictures auf Flickr (cc-by-nc-sa)

Nun beginnt also das Chaos um die Standards und Nicht-Standards. Der erste Kodak Rollenfilm war also 70mm breit, doch um Geld zu sparen weil man ja viel Filmmaterial braucht machte man also 35mm Streifen daraus. Diese Streifen eigneten sich jedoch nicht ohne weiteres zum Filme drehen, da sie in der Kamera nur schwer Transportiert werden konnten, daher fügte man am Rand eine Perforation hinzu was die Bildgröße auf 24 mal 18 mm verkleinerte. Dies ist das allseits bekannte 4:3 Format der ersten Fernseher und bis vor kurzem auch das Format der meisten PC Monitore.

Als dann schließlich noch Ton zum Film hinzukam, der ja auch irgendwo hin musste war das Chaos dann perfekt. Da der Stummfilm schon sehr verbreitet war und die Leute irritiert wurden durch ein schmaleres Bild (am Bildrand musste ja noch die Tonspur mit dran) verkleinerte man das Bild auch in der Höhe und machte damit den Abstand der Bilder zueinander größer indem man einfach schwarze Balken oberhalb und unterhalb des Bildes einführte. Da das Bildformat jedoch gleich blieb konnte der Vorführer also einfach ein wenig hineinzoomen. (Eine andere Variante war das Anamorphe aufnehmen, doch dazu bei der DVD später mehr)

Dieses 1:1,33 Format schimpft sich übrigens auch “Academy Ratio” und wird auch als “4 Perf Pulldown” bezeichnet da man exakt 4 Perforationslöcher weiter gehen musste um das nächste Bild zu bekommen.

Fernsehen

Die allerersten Fernseher (also damit meine ich die Prototypen) von 1927 (16 Bilder pro Minute!) hatten einen Bildschirm mit dem Seitenverhältnis 5:4. Doch als klar wurde, dass damit Filme übertragen werden können wechselte man auf das Gebräuchlichere 4:3 Format.

Computer

Da die ersten Computer die für den Hausgebrauch gebaut wurden an normale Fernseher angeschlossen wurden, hatten die ersten speziellen Monitore natürlich das gleiche Format. Also waren die Monitore erstmal 4:3. Zwischendurch gab es dann mal den Ausrutscher mit den 19 Zoll TFT Monitoren mit einer Auflösung von 1280×1024 also einem Seitenverhältnis von 5:4, warum dieses Format genau gewählt wurde konnte ich nicht in Erfahrung bringen

DVD und was ist eigentlich Anamorph?

… jedoch verleitet mich die maximale Auflösung die auf einer DVD gespeichert werden kann zu der Annahme, dass diese Monitore wohl gleichzeitig mit der DVD erstmals auf den Markt kamen.

Doch Moment: DVDs sind doch eigentlich Kinoformate, wieso dann dieses merkwürdige Format? Das ist eigentlich wiederrum ganz einfach. DVD Videos können Anamorph gespeichert werden (das gabs auch bei den ersten Tonfilmen schon, wegen der Tonspur die Platz auf den 35mm brauchte, ihr erinnert euch an grad eben oder?), das bedeutet, dass die einzelnen Bildpunkte im Video nicht Quadratisch sondern Rechteckig sind. Die Punkte sind also ein wenig breiter als sie hoch sind. Macht man das in der Horizontalen, so fällt der Informationsverlust nicht weiter auf, da die meisten Kameraschwenks sowieso horizontal ausgeführt werden. Eine reale Pixelgröße einer DVD von 720×576 (5:4) wird also bei der Wiedergabe auf eine reale Größe von 1024×576 (16:9) aufgeblasen. Das ist an sich keine schlechte Idee, da dann die Schwarzen Balken nicht im Videostrom kodiert werden müssen (Harte Kanten verbrauchen viel Bandbreite und damit würde das Bild leiden da die Bandbreite nicht unendlich ist). Die Auflösung 720×576 kommt übrigens vom PAL Fernsehstandard (im Gegensatz zu NTSC welches 720×480 Pixel benutzt, einfach diesem Link folgen, aber Vorsicht: nur die ganz Harten kommen in den Garten). In der Realität werden von den 720 Pixeln Breite jedoch nur ca. 704 angezeigt da der Kathodenstrahl in Röhrenmonitoren eine gewisse Zeit benötigt um an den Anfang der nächsten Zeile zu wandern (Vertikale Austastlücke). Somit wären wir also wieder bei 4:3. (Puh!)

Und warum wollen jetzt alle 16:9?

Bild von Mark Warren (cc-by-sa)

Legt man alle vorhandenen Formate übereinander und schneidet das Größtmögliche Stück bei dem sich alle Überlappen raus landet man… Ihr werdet schon wissen… Ja genau bei 16:9 :) Daher wollen nun alle 16:9 wie Apple mit ihren 27 Zoll iMacs ja sehr Eindrucksvoll vormacht. Nein das soll jetzt keine Apple Werbung werden aber das ist einfach ein zu schönes Beispiel.

Zu guter Letzt

Und das Kino?

Joa das ist so ne gaaaanz eigene Sache… Die machen ja eh was sie wollen aber im Kino hat man sowieso so riesige Leinwände, dass es gar nicht auffällt wenn man mal an der Seite ein paar Meter abschneidet wenn ein Film in einem anderen Format gedreht wurde. Übliche Seitenverhältnisse sind da z.B. 2.00:1 (RED Kameras), 2.39:1 (Anamorphes Format auf 35mm Film), 2.59:1 (Cinerama, wird erreicht indem 3 Kameras mit 35mm Film nebeneinander dargestellt werden), 2.87:2 (IMAX, wobei hierbei ein 65mm breiter Filmstreifen horizontal (!) an der Linse vorbeigezogen wird, d.h. ein Bild ist 65×48.5mm groß!)

Und das sagt mir jetzt was genau?

Um das Chaos perfekt zu machen sehe man sich einfach die folgende Liste an (und evtl. noch diese hier) :)